Die Ebene 51


Die Dusche läuft immer noch, als ich meine Augen wieder öffne. Ich liege auf dem Boden. Es ist kalt. Mir ist kalt. Das Wasser ist kalt. Ich versuche mich zu bewegen. Geht nicht. Was ist da los? Ich teste meine Füße, Beine, Arme, Hände, strenge mich an, doch nichts geht. Dann fällt mir ein, dass ich einen Mund habe. Ich versuche zu rufen. Nichts. Dann eben einfacher: Nur die Kiefer bewegen. Auf und Ab lautet jetzt der Befehl. Nix. Gut wenigstens die Augenlider gehorchen. Oder? Ja. Ich schließe die Augen und öffne sie sofort wieder. Man weiß ja nie. Mir ist immer noch kalt. Außerdem stelle ich fest, dass mein Schädel brummt. Nicht wirklich schlimm. Aber so wie bei einem leidlichen Kater oder bei einem Schnupfen. Mein Blick geht dummerweise Richtung Kachelwand, was zur Folge hat, dass, mein Blickfeld kaum größer als eine Schallplatte ist. Ich höre das Rauschen der Dusche. Sonst nichts. Versuche die Zeit abzuschätzen. Doch womit. Ich kann zählen: 21, 22, 23… usw. eine zweistellige Zahl soll ja ungefähr eine Sekunde dauern. Schon nach ein paar Minuten komm ich durcheinander und gebe  auf. Die Zeit werde ich nicht in den Griff bekommen. Das steht fest. Ich überlege, wie lange ich so wohl durchhalten werde. Sorgen mache ich mir keine. Schließlich werden die anderen mich irgendwann vermissen und schauen, wo ich bin. Ob sie allerdings auf die Idee kommen sofort in der Dusche zu suchen ist fraglich. Unser Raumschiff ist fast so groß wie ein Kreuzschiff und wenn es nach den Wünschen der Ingenieure gegangen wäre, hätte es die Ausmaße eines Flugzeugträgers. Es gibt also eine Menge Orte, wo ich sein könnte und die Dusche des Schwimmbades ist nicht der allerwahrscheinlichste. Vielleicht sollte ich mir doch Sorgen machen. Um mich von allzu trüben Gedanken abzulenken , denke ich darüber nach, was eigentlich passiert ist. Wieso liege ich hier? Warum ist das Wasser kalt? Es war warm, sogar eher heiß, als ich duschte. Jetzt ist es kalt. Habe ich den Temperaturregler berührt, als ich gestürzt bin? Keine Ahnung. Was wenn nicht? Auch dazu fällt mir nichts ein. Oder doch: Dann müsste jemand in der Dusche gewesen sein und das Wasser auf kalt gestellt haben. Oder gar während ich duschte. Die Deutsche? Syliva? Zumindest waren beide zuletzt in meiner Nähe. Aber wo ist das Motiv? Im Prinzip kommt jeder in Frage. Gut Smerg klammer ich aus. Mein riesiger Freund ist auf meiner Seite. Oder? Was denkt er eigentlich von meinem Techtelmechtel mit der Deutschen? Sylvia hat mir ihretwegen das Vertrauen aufgekündigt. Aber wäre einer von beiden fähig mich in diese vielleicht lebensgefährliche Situation zu bringen. Ich kann es mir nicht vorstellen. Dann schon eher Svende  oder Tausendschönchen. Beide kennen sicher keine Skrupel, wenn es um die Verwirklichung ihrer Ziele geht. Doch warum sollten die mich beseitigen? Wissen die was von meinen Konspirativen Sitzungen mit Smerg? Keine Ahnung. Aber immerhin, bin ich der einzige, der nicht aktiv in das Projekt eingebunden ist. Tausendschönchen wollte mich extra dabei haben. Beim Rest an Bord bin ich mir nicht so sicher. Miller und Ben sind Militärs. Denen bin ich sicher grundsätzlich suspekt. Andererseits habe ich grade in letzter Zeit das Gefühl, dass der Captain in mir einen Verbündeten sucht. Allerdings bin ich da nicht drauf eingegangen. Ben scheidet als möglicher Feind aus. Er ist zu sehr auf mich angewiesen und auch noch nicht vollständig. Was ist mit Ludmilla oder Maria? Bin mir da nicht sicher. Maria hat mir immerhin meine Weichteile unangenehm massiert und sie hält mich vielleicht sogar für einen lästigen Verehrer, aber seit Bens Unfall (Unfall?) ist unser Verhältnis auf ein vernünftiges Maß abgekühlt. Oder ist sie vielleicht in mich verknallt? Und wenn; unterkühlt man dann den Verehrten? Ludmilla? Gut, die hat sicher einen kleinen Schaden in der Rübe, aber wir haben praktisch nichts miteinander zu schaffen und Captain Millers idiotische Verschwörungstheorie wird sicher nicht zu ihr gedrungen sein. Oder doch? Der Typ ist bescheuert genug und erzählt ihr seine Verdächtigungen. Und dann? Schleicht sie durchs Schiff und massakriert die Leute? Ergibt doch auch keinen Sinn.

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Die Ebene 50


„Was wollte Sylvia von dir?“

Tausendschönchen kommt langsam auf mich zu. Gleichzeitig streicht sie den Schaum auf ihrem Körper so geschickt hin und her, dass ich nicht genau erkennen kann, ob sie nackt ist. Wo hat die so was gelernt? Ich reibe mir den Hinterkopf. Weil es da weh tut, Weil ich nicht weiß wohin mit meinen Händen.

„Komm schon. Jeder hier weiß, dass du auf sie scharf bist. Dumm sich gleichzeitig mit einer Anderen einzulassen.“

Sie lacht mich an. Ganz die Frau, die alles unter Kontrolle hat. Auch mich. Mir ist das egal. Ich will nur den Schaum von ihrem Körper reiben. Sie an mich spüren. Trotzdem bewege ich mich langsam zurück. Nicht schnell genug um den Abstand zu vergrößern, aber schnell genug, damit es nicht zu eng wird. Seht ihr Hohes Gericht, so standhaft bin ich.

„Das übliche. Guten Morgen und so…“

„Sah es nicht nach aus. Aber gut! Ich wollte sowieso alleine duschen“ sprichts und ist eine Sekunde später aus dem Duschraum.

Was war das jetzt wieder? Ich dreh die Dusche an, schließe die Augen und lasse mir vom Wasser den Kopf massieren. Ich merke nicht, dass die Tür geöffnet wird. Ich merke nicht, dass da noch jemand im Raum ist. Ich merke noch nicht mal, dass mir die Lichter ausgeschaltet werden.

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Die Ebene 49


Am nächsten Morgen treffe ich Sylvia im Schwimmbad. Sie ist immer vor mir da. Wir ziehen unsere Runden.  Ich nutze die Zeit im Wasser, um meine Gedanken schweifen zu lassen. Wie so oft kreisen sie nicht, sondern taumeln um einen Punkt. Genauer gesagt um eine Person. Sylvia. Was verbindet sie mit Ben? Warum ist sie dabei? Was weiß sie, was ich nicht weiß? Als ich sehe, dass sie mit ihrem Programm fertig ist, schwimme ich in ihre Bahn. Wir begrüßen uns kurz. Ich vermeide, sie allzu ausgiebig zu mustern.

„Ben geht’s gut! Ich war kurz schauen,“ 

Ihre Augen schauen mich finster an:

Gut?! So ein Schwachsinn! Er lebt. Das ist alles.“ 

Gott verdammt. Kann die nicht normal mit mir reden? Muss ich mit jedem Satz präsentiert bekommen, dass ich ein Trottel bin? Statt sie darum zu bitten, übergehe ich die Attacke:

„Was ich dich fragen wollte, hast du noch mal mit Ben über die Mission gesprochen? Ich meine er hatte doch so ein Gefühlt, dass da was faul ist.“

„Was meinst du?“

Sylvia ist noch nicht versöhnt.

„Ganz einfach. Wir wissen nicht, ob Viladings Tod Zufall war oder nicht. Und wenn es Absicht war, wessen? Dann die Geschichte mit Ben. Alle schienen gewusst zu haben, dass es Selbstmord ist, da rein zugehen. Trotzdem wird er rein geschickt.“

Und der Trottel geht auch noch rein. Den Schluss verkneif ich mir. Streit kann ich keinen gebrauchen. Außerdem war´s nach Lage der Dinge ja eher eine Heldentat und Helden haben eine recht ausgedehnte Schonzeit.

„Keine Ahnung, was du da zusammen fantasierst. Wir haben vor allem über Dinge gesprochen, die dich nichts angehen.“

Diesmal ist sie es, die untertaucht. Doch statt mich zu zoppen schwimmt sie quer durchs Becken, reißt sich aus dem Wasser und watschelt zu den Duschen. Sie hat wirklich einen knackigen Arsch und ich weiß nicht, ob sie mir nicht sogar besser gefällt als das Toppmodell mit dem Hirnfehler. Meins funktioniert anscheinend  hervorragend. Verschont es mich doch einige Sekunden vor der bitteren Erkenntnis, dass ich Sylias Vertrauen verloren habe. Ich lasse mich nach hinten ins Wasser gleiten und male mir aus, wie ich wohl vor ihr dastehe. Ein notgeiler Idiot, der sich mir nichts dir nichts ins Bett zerren lässt. Nur weil es seinem Ego schmeichelt. Oder aus Eifersucht? Im Grunde war es ja Sylvias Getechtel mit Ben, das mich Tausendschönchen in die Arme trieb. Außerdem war ich schon ganz schön angeschlagen. Das erste Mal ja, doch dann. Dann hab ich das Ganze immerhin nicht forciert. Zum Schießen! Nicht forciert! Das Hirnluder braucht doch nur in meiner Nähe zu sein, um meinen Verstand auszuschalten. Na, wenn das keine mildernden Umstände gibt. Womöglich gar Freispruch wegen Unzurechnungsfähigkeit. Ich bin doch hier nicht auf einer Karnevalsvögeltour. Das ist die wichtigste Weltraummission, die es je gab und ich führ mich auf wie ein Völkerkundestudent im ersten Semester. Zum Glück stoße ich mit meinem Kopf an den Beckenrand. Damit ist die Verhandlung geschlossen. Ich bin schlau genug das Verfahren erst mal auf unbestimmt zu vertagen. Zwecks Beweisaufnahme zum Beispiel. Unter der Dusche steht die Deutsche. Voll eingeseift von oben bis unten. Bitte schön wertes Gericht. Beweisstück Nummer Eins.

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Die Ebene 48


Drei Bier später klopfe ich an seine Tür.

„Hei, komm rein!“

der Däne scheint auf mich gewartet zu haben. Ohne umschweife stehen zwei Budweiser auf dem Tisch und er schaut mich neugierig an. Ich verliere keine Zeit, nehme einen Schluck aus der Flasche und schieße los:

„Meinst du, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht?“

Statt zu antworten fängt Smerg an, den Tisch mit Essbarem zu decken. Ich weiß mittlerweile, das Essen für ihn nur wenig mit Nahrungsaufnahme zu tun hat. Für mich schon. Ich spüre meinen Hunger.

„Greif ruhig schon zu! Das ist kein Staatsbankett.“

Die Antwort auf meine Frage bekomm ich nach fünf Schinkenwürfeln, drei Kaminwurzen und einem Stück Bergkäse; Smerg hat heut wohl österreichische Woche.

„Mal abgesehen davon, dass es eher verwunderlich wäre, wenn auf einer Mission ans andere Ende des Universums alles normal laufen würde, finde ich, dass hier gar nichts mit rechten Dingen zugeht. Erst Viladkas Tod, dann die Geschichte mit Ben. Beides Mal ist noch lange nicht klar, ob es Unfälle waren.“ 

„Genau, deswegen bin ich hier. Was passiert hier?“

Smerg öffnet noch zwei Budweiser. Während er mir das eine reicht, greift seine Pranke in die Silberzwiebeln.

„Naja bisher schaut es so aus, als ob die Deutsche immer mehr Fäden in die Hand bekommt. Sie hat jetzt das Kommando über das Schiff. Warum auch immer. Sie weiß so gut wie keiner von uns Wissenschaftlern, was diese Spiegeleier da draußen bedeuten können. Svende hat vielleicht noch einen Schimmer. Nichts Neues also. Ich hab auch versucht mir mal Gedanken über den Laserablationsoperatror zu machen. Eigentlich ein Heimspiel. Ich hab ja selbst an den Grundlagen dafür geforscht. Witzigerweise taucht unser Supertalent auch in der Primärliteratur darüber auf. Svende übrigens auch. Beide haben sogar an der technischen Umsetzung mitgearbeitet.“

Smerg wischt den Silberzwiebelsabber an seiner Hose ab, greift nach seinem Bildschirm und legt ihn mir hin. Ich merke, dass meine Finger auch voll Fett sind; entscheide mich aber fürs Händewaschen. Dann lese ich die Liste der Fachartikel durch, an denen die Tausendschönchen oder Smerg mitgewirkt haben. Nie tauchen beide zusammen auf. Außerdem gibt es noch einige unveröffentlichte Berichte und einen ausgiebigen Schriftverkehr, der wohl den sicheren Betrieb des Antriebs und des Laserablationsoperators beinhaltet. Soweit ich das aus den Überschriften und den Kurzfassungen lesen kann, war man sich nicht einig darüber, wie wichtig Sicherheits- und Reparaturprogramme sind. Sowohl der Schwede als auch die Deutsche scheinen für eine schnelle Umsetzung des Antriebs gewesen zu sein. Aus ihrer Sicht vielleicht sogar verständlich. Der letzte Artikel stammt von Smerg. Darin warnt er vor dem Aufbau des Antriebs.

Versteh ich das richtig? Dass Ben im Operator gefangen wurde, ist auch unseren beiden Superschlauen zu verdanken.“

Sicher wird es schwer sein, einen von beiden wegen Fahrlässigkeit zu verknacken, aber im Grunde hast du Recht “

Smerg nimmt einen Schluck und grinst mich säuerlich an.

„Das blöde ist halt, dass ich nicht ausreichend dagegen gearbeitet hab. Als dann die Mission losging und ich die Chance bekam mit zu fahren, waren mir meine Zweifel dann auch egal.“

Langsam wird mir klar, warum der Däne so schweigsam war. Als die Reise erfolgreich zu werden schien platzte sein Forscherherz vor Freude und er wurde redselig. Oder so.

„Bleibt die Frage: War es ein Unfall? Ich meine, Ben ist doch kein Idiot. Er hat doch gewusst, was der Haken an der Kiste sind.“

„Und er hat sich eine Chance ausgemalt, trotzdem wieder heil raus zu kommen.“

„Wer hat eigentlich den Befehl für diese Kammikaze-Nummer gegeben?“

Eine überflüssige Frage, ich weiß.

Naja, die Deutsche hat das Kommando. Aber es blieb ihr auch nichts anderes übrig. Schließlich musste das Programm gestartet werden“

„Doch! Jemand anderes hätte gehen können!“

„Du meinst Maria oder Ludmilla?“

Mir ist auch dabei nicht wohl.

„Und was hat das alles mit der Weltformel zu tun?“

Ich hoffe ihn damit zu überraschen, doch Smerg überrascht mich:

„Ja, das ist spannend. Ich meine wir alle haben irgendwie so was im Kopf, Endlich eine Formel, die alles beschreibt und so. Das meiste hat dir ja Svende erzählt. Was dabei tatsächlich rauskommt ist noch die Frage, Allerdings, wenn nur ein bisschen von dem stimmt, was ich weiß, dann kann das Wissen dieser Formel tatsächlich Begehrlichkeiten wecken.“

Ich reiche Smerg die leere Bierflasche. Mir reicht´s für heut. Wir sind nicht wirklich weit gekommen und das Bier wirkt langsam wieder einschläfernd. Smerg hat das gemerkt. Er stellt zwei Eis gekühlte Gläser auf den Tisch und kippt sie mit Aquavit voll.

Du siehst müde aus.“ Er schaut mich an: „Skol!

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Die Ebene 47


Viladings Tod spielt seit Bens Unfall keine Rolle mehr. Irgendjemand hat ihn in die Kühlkammer gelegt. Wir haben ihn anscheinend vergessen. Das ändert sich gut eine Woche nach Operationsbeginn. Ohne besonderen Anlass, entscheide ich, den Garten des Inders aufzusuchen. Ich streife durch sein kleines Arrangement. Wie sah noch die verdammte Pflanze aus? Irgendwie Teeartig. Doch wie sieht Tee aus? Ich gehe in mein Zimmer und suche die Ausdrucke. Kann mich nicht mehr erinnern, wohin ich sie gelegt hab, als mich die Italienerin aus dem Garten holte. Hab ich sie mit in den Maschinenraum genommen? Im Garten liegen gelassen? Statt weiter darüber nachzudenken schalte ich den Computer an und mache mich auf die Suche nach den Dateien. Doch ich kann nichts finden. Kann mich nicht erinnern, sie gelöscht zu haben. Ich halte mich damit nicht auf, sondern gehe in die Originalrecherche. Fünf Minuten später laufe ich wieder mit den Abbildungen durch den Garten. Diesmal werde ich fündig. Der Inder hat tatsächlich das seltsame Kraut angebaut. Ich hocke davor und starre die Pflanze an. Kann es sein, dass der Inder sich selbst vergiftet hat? Doch wie? War es ein Versehen? Absicht? Warum sollte er das Zeug schlucken? Wir haben tonnenweise Drogen an Bord, deren Wirkung wir gut kontrollieren können. Jeder hat im Prinzip Zugang dazu. Ich merke wie ich müde werde und richte mich wieder auf. Mir ist etwas schummrig. Ich lehne mich an den Kirschbaum und  schließe kurz die Augen. Dann reiße ich sie schnell wieder auf. Richtig helfen tut das nicht. Kurz darauf sitze ich in meinem Zimmer und entkrone ein Bier. Mir ist wieder besser und ich entscheide, dass das nicht das letzte sein wird. Bens Operation läuft gut. Sein Zustand ist stabil und ich kann zurzeit eh nichts machen. Außerdem ist die Italienerin bei ihm. Wir haben seit ihrem Eiergriff kein persönliches Wort gewechselt. Wie auch? Es gab keine Gelegenheit. Dazu kommt, dass mir nichts einfallen würde. Smerg würde ich gerne sprechen. Aber nicht jetzt.

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Die Ebene 46


Sicher wäre es jetzt für die Leserin interessant, zu erfahren, was wir genau anstellen in den nächsten Stunden und Tagen. Doch ich möchte nur das gröbste davon niederschreiben. Zum einen weil es mich maßlos langweilen würde, Details zu erzählen, zum anderen, weil ich das meiste vergessen habe. So ist das. Die ganze Operation verläuft im Rausch. Wir alle sind unter dem Einfluss der Droge. Alles andere würde keinen Sinn ergeben. Jeder hat die Nacht vor der Operation sein eigenes Lernprogramm bekommen. Ich habe es zusammengestellt, während wir Ben vorbereiten. Nur zwei Tage später hat er einen funktionierenden Kreislauf. Nichts Dolles, aber so, dass alles weitere unter weniger Zeitdruck geschieht. Ich habe Ben in ein künstliches Koma versetzt. Bens neuer Körper wächst langsam. Es wird dauern. Sein Kopf, Schulter und Arm ragen aus dem Tank, in dem die Stammzellen ihr Medium haben werden. Mit der 3D-Fräse forme ich die Gerüste für die Knochen. Das macht Spaß, denn es erinnert mich an meine Kindheit, in der ich kleine Modellflugzeuge gebastelt habe. Captain Miller und die Russin gehen uns aus dem Weg. Kein Wunder wir bewegen uns sicher wie die Zombies. Die Deutsche lässt sich ab und an blicken, schleicht kurz rein, schaut hierhin, schaut dahin und verschwindet dann wieder. Mich beachtet sie nicht, oder zumindest merke ich es nicht.  Wir machen gute Fortschritte.

 

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Die Ebene 45


Ben blättert in den Marvel-Comics, die ich ihm dagelassen hab.

„Hmm, groß ist der Unterschied nicht! Oder?“

Er spannt die Muskeln seines verbliebenen Arms an und hält eines der Comics dahinter.

„Bist ein Held!“

Sylvia nimmt ihm das Heft aus der Hand.

„Soweit ich weiß, haben wir nicht viel Zeit.“

Sie schaut mich an. Habe nicht gemerkt, dass da auch ein Fragezeichen war. Aber ihr Blick spricht Bände, also lege ich los:

„Wir können morgen anfangen. Bis dahin werde ich genug wissen. Wir müssen Ben allerdings vorbereiten. Wir, das heißt im Wesentlichen ihr. Ich werde euch sagen, was zu tun ist.“

Was Ben bei seinen Recherchen über unsere Mission und über die Deutsche herausbekommen hat, bleibt für mich weiterhin im Dunkeln. Ich denke zwar ab und an mal da dran, ihn zu fragen, aber ich finde keine Gelegenheit, in der ich Lust habe ihn zu fragen. Sicher ein Fehler, aber damit muss ich leben.

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Die Ebene 44

„Na, gut geschlafen?“

Ich stehe vor Ben. Er blinzelt mich schief an, hält mir seine verbliebene Hand hin. Erst jetzt merke ich, dass es die Rechte ist. Ich gebe ihm meine. Sein Handgriff ist weich.

„Du kannst Fragen stellen Doc. Sollte ich mir vielleicht Falten in die Wangen liegen? Nee, hab kein Auge zugetan. Sind wohl die Hormone oder deine Medizin. Hab mir mal so meine Gedanken gemacht – und dann noch was. Irgendwer ist hier rum geschlichen. Zumindest glaub ich das. Weis nicht wer es war. Aber gut, ist ja ein freies Schiff.“

Ich unterbreche ihn: „Hab mir die Packungsbeilage nicht genau durchgelesen. Kann aber auch sein, dass Halluzinationen zu den Nebenwirkungen gehören. Denke mal, dass das nicht mehr allzu lang anhalten wird und dann wirst du erst mal pennen wie ein Baby. Aber zuvor möchte ich mit dir mal so absprechen, was aus dir werden soll.“

„Ich dachte das steht fest: Ich werd ein schicker Cyborg mit Laser und Monsterkraft.“ Er lacht heiser. „Also Doc, was geht?“

Ich greife hinter mich. In der Bibliothek habe ich mir mehrere Titelblätter der Marvelcomics ausgedruckt. Ich halte sie ihm vor die Nase.

„Soweit ich weiß, ist ne Menge möglich. Ich möchte bloß wissen, wie weit du gehen möchtest. Ob ich das dann hin krieg, ist ne andere Sache.“

„Bekomm ich dann auch so ein schickes Kostüm?“

„Frag Sylvia, vielleicht näht sie dir was.“

Ich klinge ungewollt sauer. Ben merkt das.

„Mann, ich weiß nicht was du hast. Du hüpfst mit der Deutschen in die Kiste und wirst eifersüchtig wie ein Sizilianer, wenn Sylvia sich mit mir unterhält.“

„Ich weiß es auch nicht. Vergiss es. Also irgendwelche Wünsche?“

„Kannste mich nicht einfach wieder so machen wie vor dem Unfall? – Ich meine, ich war ganz zufrieden mit mir.“

Damit habe ich gerechnet. Kann ich verstehen. Mir wäre es allerdings lieb gewesen, wenn ich mich nicht mit seinem Körper beschäftigen müsste. Ich bin zwar Mediziner und es gehörte einst zu meinem Job, selbst gut Freunde zu sezieren, wenn sie sich mit ihrem Motorrad vertan haben, aber das hier ist was anderes. Ben lebt noch und ich habe keine Lust mir die 3D-Scans seines Körpers anzuschauen. Am liebsten würde ich ihn anlügen und irgendwas von geht nicht schwafeln, aber das bring ich dann doch nicht fertig.

„Hab mir schon deine Daten besorgt. Muss allerdings noch ein bisschen Zeit investieren, damit ich keinen Schrott baue.“

„Wir haben da noch nicht so genau drüber gesprochen. Willst du mich mal einweihen, was du tun möchtest?“

„Eigentlich nicht, denn ich weiß es nicht. Ich hab nur so eine grobe Vorstellung, da sind noch eine Menge Lücken.“

„Doc, sag einfach, was du vorhast.“

Ben hat recht. Irgendeinen diffusen Plan habe ich.

„Ok! Ich hab dir ja von der 3D-Fräse erzählt. Das ist das Werkzeug, mit dem ich jedes Nichtorganische Bauteil deines neuen Körpers bauen will. Dann gibt es aber noch andere Möglichkeiten. Aus deinen Stammzellen kann ich vielleicht ganze Körperteile oder Organe neu wachsen lassen. Ich hab da keine Ahnung von, aber ich werde sie bekommen und ich werde diese Möglichkeit einsetzen. Das dritte sind selbst organisierende Moleküle. Auch hier weiß ich nur, dass wir über die nötige Technik verfügen. Ich muss also aus diesen drei Möglichkeiten das auswählen, was jeweils am besten funktioniert.“

„Klingt durchdacht!“

Die Ironie ist nicht zu überhören. Wir schauen uns an. In Ben arbeitet es.

„Hab ich eine andere Möglichkeit?“

„Ja du könntest weiter als einarmige Schublade leben. Und: Du kannst warten, bis wir wieder auf der Erde sind. Ist aber keine gute Idee. Je länger du wartest, umso schwieriger wird es werden, dich wieder in Gang zu kriegen. Deine Wunden vernarben. Ist das zu weit voran geschritten, geht wahrscheinlich gar nichts mehr. Dazu kommt, dass wir hier wahrscheinlich besser ausgestattet sind als auf der Erde und dazu keine Probleme mit irgendeiner Ethikkommission bekommen. Glaub mir, ich würde dir diese Bastelstunde nicht vorschlagen, wenn ich der Meinung wäre, etwas anderes wäre besser. Aber am Besten ist vielleicht, du bittest Maria oder Sylvia, das noch mal zu recherchieren. Sie sollten schnell zu einem Ergebnis kommen. Soviel Zeit ist noch. Schließlich bist du immer noch nicht stabil genug für die nötigen Operationen.“

„Hol mir die beiden!“

Ich lasse sie allein. Denn ich weiß es gibt keine Alternative. Ziehe mich in mein Zimmer zurück. Lade mir alles was ich für den Eingriff Wissen muss ins Hirn. Ein paar von den Super-Pillen, zwei, drei Elektroden angelegt und ab geht die Post. Das Wissen fließt in mich rein, während ich mir eine alte Yes-Scheibe anhöre. Es ist eine Live Aufnahme. Dauert gut zwei Stunden. Lang genug, um die Grundlagen in den Kopf zu kriegen, jedoch nicht lang genug für alles. Hoffentlich reicht die Zeit. Meine Laune ist nicht grade gut. Mich wurmt, dass Ben mir nicht blind vertraut. Um vor mir selbst nicht allzu blöd dazustehen, denk ich mir dass ich froh sein muss. Vielleicht habe ich etwas übersehen oder bin doch vom Ehrgeiz getrieben. Wenn ich in mich horche, merke ich, dass ich die Deutsche gerne beeindrucken möchte und Bens Unfall könnte mir die Gelegenheit dazu geben. Immerhin war ich mal ein richtig guter Chirurg. Vielleicht sogar der Beste. Mir fällt jedenfalls kein besserer ein. Sylvia stört meinen Tagtraum:

Was du vorhast ist zwar absolutes Neuland, aber es gibt tatsächlich keine andere Möglichkeit, wenn Ben .wieder einen Körper haben will. Maria und ich haben mindestens ein Dutzend Spezialisten, Koryphäen und  Quacksalber gesprochen. Smerg hat auch noch recherchiert. Keine Chance.“

„Weiß Ben Bescheid?“

„Ja!“

Ich brauche sowieso eine Pause.

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Die Ebene 43


Die Fahne des Schweden kriecht an mich ran. Dicht gefolgt von Hergeson. Er ist mir nicht sonderlich sympathisch, aber ich habe auch nichts gegen ihn. Außerdem ist sein Schnaps ein echtes Ereignis. Er reicht mir den Flachmann.
„Trinken Sie lieber einen Schluck!“
Obwohl ich nichts trinken will, kann ich nicht widerstehen. Wer weiß, wann die Quelle versiegt.
„Es ist im Prinzip ganz einfach: Unsere kleine Supermaus hängt im Grunde einer Idee nach: Das Holographische Universum. Es gibt jede Menge Definitionen und Theorien dazu. Am Ende bleibt der Grundgedanke, dass sich das ganze Universum als eine einzige Fläche darstellen lässt. Komplex und zigfach verschränkt zwar. Aber am Ende doch eine popelige Fläche. Und da liegt der Hund begraben. Stimmt dieser Gedanke, dann lässt sich das Universum mit einer einzigen Formel bestimmen. Alles klar?“
Ich nicke, obwohl ich gar nichts verstanden habe.
Na ja! Niemand kennt die Formel und eins ist auch sicher: Die Formel wird so kompliziert sein, dass kein Mensch sie je verstehen wird. Andererseits – Wer weiß, ob unsere Deutsche überhaupt ein Mensch ist?“
Ich fühle mich ein wenig provoziert. Niemand wird gerne mit dem Gedanken konfrontiert, gerade mit einem Roboter – oder was auch immer – geschlafen zu haben.
„Schön und gut, aber was soll die ganze Reise zu diesen beiden Sternen und die Messerei?“
Svende verdreht die Augen:
„Ganz einfach! Sollten sich die beiden Sterne anders verhalten, als die bisherige Physik voraussagt, dann ist hier vielleicht ein Schlüssel oder ein Teil des Schlüssels zum Verständnis unserer Welt. So zumindest die konservative Einschätzung vieler Wissenschaftler. Ich persönlich gehe da ein bisschen weiter. Und ich bin mir sicher, unsere blondes Genie ebenfalls.“
„Ja und?“
„Ganz einfach. Jedes mal, wenn wir die Welt nicht mit den alten Formeln beschreiben können, müssen wir uns was Neues einfallen lassen, um das Phänomen zu beschreiben. Eine neue Formel sozusagen, die ein neu entdecktes Naturgesetz beschreibt. Nun hier ist das Phänomen, das wir erwarten, so umfassend, dass sich zusammen mit einer Reihe anderer Betrachtungen eine Formel für das Holografische Universum entwickeln lassen könnte. Also eine Art Weltformel, die alles beschreibt, was war, ist und sein wird!“
Hergesons läuft bei so viel Formelmacht in spe anscheinend das Wasser im Mund zusammen, denn ihm läuft der Sabber aus dem Mund. Ich greife Flachmann, mit dem er die ganze Zeit rum wedelt und rette ihn so davor eingenässt zu werden. Zur Sicherheit wische ich den Flaschenrand mit dem Ärmel ab und nehme einen kurzen Schluck.
„ Ich versteh zwar nix von dem ganzen Zeug, dass ihr da schwätzt, aber eins steht fest, ihr habt einen fetten Schaden. Selbst wenn alles stimmt, wer will denn was mit einer Weltformel anfangen? Die Weltherrschaft an sich reißen? Die Lottozahlen voraus sagen? Oder einfach Brötchen damit kaufen?“
Ich drücke ihm den Flachmann wieder in die Arme. Das Ganze nimmt mich mehr mit, als ich vor dem Schweden zugeben möchte. Aber seinen amüsierten Augen kann ich entnehmen, dass mir das nicht gelingt. Wie auch? Immerhin hab ich vor einigen Jahren eine Geschichte zusammen fantasiert, die zu gut hierzu passt. Würde nur zu gerne Smergs Meinung hören. Oder Sylvias. Doch ich habe erst mal anderes zu tun.

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Die Ebene 42

„Du fragst dich sicher, warum wir hier sind.“

Mache ich nicht, aber ich lasse sie gewähren. Sie zeigt mit dem Arm auf die Mitte einer sehr eindrucksvollen Projektion aus Sternen, Galaxien und anderem Weltallkram.

„Aha?“ mache ich. Dann erkenne ich das Doppelspiegelei.

„Du meinst die beiden Sterne?“

Eigentlich hatte ich was neues erwartet.

„Ja, im Prinzip schon. Nur geht es nicht um die Sterne selbst. Es geht um den Prozess in dem sie sich befinden!“

Sie sagt das tonlos. Mir fällt auf, dass sie sich nicht die Mühe gibt, Emotionen zu zeigen. All ihre Erregung liegt in ihren Worten von denen ich leider kaum was verstehe; aber sie ist jetzt nicht mehr zu stoppen. So etwa am Ende ihrer Ausführungen lässt sie sich auf meinen Horizont herab und ich wache langsam wieder auf. Vielleicht auch, weil sie meine Schultern mit beiden Händen gepackt hat:

„….verstehst du es geht hier um die Vereinigung zweier Sterne die beide für sich genommen so energiereich sind, dass sie alle uns bekannten Schwarzen Löcher verspeisen könnten, ohne auch nur merklich an Energie zu gewinnen. Das heißt wir haben hier ein Phänomen vor uns, wie es so noch nie in der Geschichte des Universums gegeben hat. Auf diesen Moment warte ich seit meiner Geburt.“ 

Um nicht allzu blöd zu erscheinen, mache ich ein verständnisvolles Gesicht. Schließlich wartet jeder von uns seit seiner Geburt auf irgendetwas. Das Essen, den Bus, Erkenntnis. Ich halte etwa zwei bis drei Sekunden lang durch. Wie verberge ich nur, dass mir das alles ziemlich egal ist? Unmöglich, das merkt Tausendschönchen auch. Sie lächelt:

„Gib dir keine Mühe. Mir ist klar, dass das alles für dich keine Bedeutung hat. Sicher ein Grund, warum du mir so gefällst. Aber ein bisschen was solltest du schon verstehen.“

Ich nicke treudoof.

„Ich will es mal kurz machen,“ fährt sie fort. „Wir sind hier, um den Raum zwischen den beiden Sternen zu vermessen: Entfernung, Schwerefeld, Teilchendichte, Strahlung und noch eine Menge anderer Parameter die dir wahrscheinlich nichts sagen werden. Nach allem was man bisher weiß, müssten sie irgendwann in einander stürzen und sich in einer gigantischen Explosion gegenseitig vernichten. So was wie ein Urknall. Vielleicht nicht ganz so heftig. Aber immerhin gewaltig. Tatsache ist aber, dass die beiden Sterne keinerlei Anstalten machen. Der Abstand zwischen ihnen bleibt exakt gleich. Zumindest seit dem Schwere-Ereignis; also seit ihrer Entdeckung. Die Frage ist also: Sind unsere Messinstrumente zu schwach, um etwas festzustellen oder gibt es einen anderen Grund.“

Sie schaut mich an, um zu überprüfen, ob ich auch alles verstanden hab.  Um nicht all zu blöd dazustehen frage ich sie:

„Und was denkst du?“

„Noch gar nichts! Ich warte die Messungen ab. Wir sind noch nicht lange genug hier, um irgendwelche Spekulationen anzustellen.“

„Warum so bescheiden?“

Erst jetzt merke ich den süßlichen Schnapsgeruch, Hergeson lehnt sich lässig in die Tür. Zumindest so lässig, wie es seine verwachsene Figur zulässt. Die Deutsche gibt sich unbeeindruckt.

„Hergeson?! Na, im Gegensatz zu Ihnen versuche ich auch jetzt noch einen klaren Kopf zu behalten. Das heißt auch, dass ich all meine Thesen über Bord werfe und erst mal analysiere. Egal für wie toll ich meine Ideen auch halten mag!“

Hergesons Gesicht nimmt einen Ausdruck an, den er wahrscheinlich für verächtliches Grinsen reserviert hat. Es macht ihn nicht attraktiver.

„Hört, hört! Die große Naturforscherin besinnt sich auf alte Tugenden. Na ja, vielleicht hast du auch recht. Auf die paar Tage kommt es auch nicht mehr an. Aber gestattest du, dass ich unseren naiven Freund ein bisschen aufkläre?“

„Warum nicht? Versuch dein Glück. Aber lass mich aus dem Spiel.“ Und zu mir gewandt: „Es wäre ein leichtes, ihn aufzuhalten, aber mir ist nicht danach.“

Was sie damit meint, verrät sie nicht. Mit einem kurzen Blick auf die beiden Spiegeleisterne verschwindet sie. Wie so oft bei ihr, kann ich keine Bewegung wahrnehmen.

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