Die Ebene 50


„Was wollte Sylvia von dir?“

Tausendschönchen kommt langsam auf mich zu. Gleichzeitig streicht sie den Schaum auf ihrem Körper so geschickt hin und her, dass ich nicht genau erkennen kann, ob sie nackt ist. Wo hat die so was gelernt? Ich reibe mir den Hinterkopf. Weil es da weh tut, Weil ich nicht weiß wohin mit meinen Händen.

„Komm schon. Jeder hier weiß, dass du auf sie scharf bist. Dumm sich gleichzeitig mit einer Anderen einzulassen.“

Sie lacht mich an. Ganz die Frau, die alles unter Kontrolle hat. Auch mich. Mir ist das egal. Ich will nur den Schaum von ihrem Körper reiben. Sie an mich spüren. Trotzdem bewege ich mich langsam zurück. Nicht schnell genug um den Abstand zu vergrößern, aber schnell genug, damit es nicht zu eng wird. Seht ihr Hohes Gericht, so standhaft bin ich.

„Das übliche. Guten Morgen und so…“

„Sah es nicht nach aus. Aber gut! Ich wollte sowieso alleine duschen“ sprichts und ist eine Sekunde später aus dem Duschraum.

Was war das jetzt wieder? Ich dreh die Dusche an, schließe die Augen und lasse mir vom Wasser den Kopf massieren. Ich merke nicht, dass die Tür geöffnet wird. Ich merke nicht, dass da noch jemand im Raum ist. Ich merke noch nicht mal, dass mir die Lichter ausgeschaltet werden.

Über dieebene

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