Die Ebene 108

Fünf Minuten später ist Vossnessen wieder auf Leitung. Ich bin noch nicht soweit und lasse ihn schwafeln.

„So, wo waren wir stehen geblieben? Ach so, ich weiß wieder. Wir haben über Ihre Probleme mit dem Meteoritenschwarm gesprochen. Ja, so was kann man natürlich nicht vorhersehen. Aber ist im Grunde auch egal. Sie werden ja in einem Raumloch  – oder war das Schwereloch? festgehalten. Scheint ja ganz sicher zu sein. Denke mal, dass Sie das packen werden. Der Antrieb ist hinüber, so weit wir das hier wissen. Aber mit dem Superhirn und dem Schweden und dem Dänen sind Sie ganz gut bedient. Die werden das reparieren. Was mir mehr Sorge bereitet ist etwas, von dem Sie bisher nichts wissen sollten. Übrigens, hab ich Sie darauf hingewiesen, dass unser Gespräch vertraulich ist? Wenn nicht, dann passen Sie auf. Niemand darf davon etwas erfahren. Ich selbst hab mich ein bisschen über die Vereinbarungen mit den Raumfahrtbehörden und Militärs hinweggesetzt. Die werden mich zwar nicht lynchen, wenn das raus kommt, aber es bedeutet doch eine Menge Scherereien. Die möchte ich vermeiden. Sie verstehen das sicher. Ihr Schweigen sagt mir, dass Sie aufmerksam zuhören. Oder?“

Ich nicke. Mal sehn, ob er das mitbekommt.

„Doc, Sie alter Schlumpf. Sie sind so durchtrieben wie ein Pfadfinder im ersten Lagerjahr.     Deswegen mag ich Sie. Man weiß nie, ob Sie einen Scherz machen oder ob Sie wirklich so dämlich sind. Aber genug davon. Ich wollte Ihnen erzählen, was mir Sorge bereitet. Dafür brauche ich ihre ganze Konzentration. Übrigens Super, wie Sie das mit der Italienerin geregelt haben. Die wird Sie so schnell nicht mehr ran lassen. Naja, wer weiß wofür´s gut ist. Also jetzt kommt´s!“

Tut mir leid, liebe Leserin. Genau an dieser Stelle, verliere ich die Lust weiterzuschreiben. Nicht, weil ich nicht weiß, was folgen wird. Das steht schon seit langem fest.

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