Die Ebene 90


Nun wird sicher die geometriekundige Leserin auf die Idee kommen, dass wir, bzw. die noch verbliebenen Eierköppe – aus den Koordinaten der Uhren und ihren Zeitanzeigen berechnen können, wo das vermaledeite Raumloch steckt. Schlau gedacht nur dummerweise falsch, so klärt mich Smerg auf:

„Raumlöcher haben keine geometrische Ausdehnung, wie wir uns das vorstellen. Sie sind ungefähr so regelmäßig wie der Geschlechtsverkehr eines arbeitslosen Computernerds mit Pickeln.“

„Ok! Und was heißt das?“

„Dass wir überhaupt keine Ahnung haben, wann wir aus dem Einflussbereich des Raumlochs rauskommen. Übrigens kann das Ding auch ein paar Tausend Lichtjahre entfernt sein“

DAS muss man erst mal schlucken. Ich lass es lieber und schau mir dafür das Superweib an der Tastatur an. Mir ist nie aufgefallen, dass sie mit ihren Titten auf der Tastatur rumklimpert. Macht sie auch nicht, aber allein der Gedanke daran lässt mich scharf werden. Sorry, liebe Leserin, aber was soll ich machen? Irgendwas in mir spinnt ganz gehörig und ich bekomme es nicht unter Kontrolle. Nicht, dass ich es für abwegig halte, dass in den Phantasien eines mittel alten Mannes Blondinen die Tastaturen ihrer Computer mit den Brüsten bedienen. Das halte ich für eine vollkommen normale, wenn auch dümmliche Phantasie. Weswegen ich mich entschuldige ist, dass ich diesen Blödsinn hier mitteile. Als ob ich Hobbyautor in einem Schmuddelheftchen wäre. Das Tittentippwunder holt mich aus meinen Gedanken:

„Kannst du mal aufhören mir auf meinen Vorbau zu starren? Ich hab hier zu tun.“

Erwischt! Verdammte Scheiße. Maria starrt mich an, als ob ich ihr in den Schritt gegriffen hätte. Wahrscheinlich habe ich zumindest in die Richtung geglotzt. Ob die einen großen Bären hat? Angewidert dreht sie sich auf dem Drehstuhl weg von mir. Sylvia ist die einzige, die zu mir hält. Ich darf ungehindert in ihren Ausschnitt schauen, während sie sich mir zuwendet.

„Hei, stimmt was nicht mit dir?“

„Mit mir?“ ich drehe mich um, und schaue wer noch da ist. Komisch! Niemand.

„Maria, kannst du mir mal helfen? Unser lieber Schreiberling ist glaub ich ein bisschen daneben!“

„Bin nicht daneben!“ ich.

Schon gut!“

Seit wann können Bären und Ausschnitte reden? Andererseits, warum sollten die nichts zu sagen haben? Wobei ich nicht weiß, was sie zu sagen haben. Warum hilft mir den keiner in diesem Paradies aus Fleisch und Blut?

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